Dieter Kükenbrink: Neue berufliche Heimat in der Pflege gefunden.

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Dieter Kükenbrink hat in seinem Leben selbst mehrfach Hilfe gebraucht. Seine Gesundheit ließ ihn zweimal seinen Beruf aufgeben und zwang ihn dazu, sein Leben ganz neu zu sortieren. Heute arbeitet er im Extra Team Pflege und sagt „Hier kann ich etwas zurückgeben.“

Extra Team Pflege: Herr Kükenbrink, Ihr Weg in die Pflege war sehr ungewöhnlich. Eigentlich hatten Sie mal etwas ganz anderes gelernt.

Dieter Kükenbrink: Ja, eigentlich bin ich Dachdecker. Doch den Beruf musste ich wegen Bandscheibenproblemen aufgeben. Ich habe dann 2000 eine Umschulung zum Hausmeister gemacht und gearbeitet, bis ich meinen ersten Herzinfarkt bekam.

Die Medizin hat mir damals das Leben gerettet. Viele Menschen haben sich fantastisch um mich gekümmert. Danach habe ich ehrenamtlich Leute spazieren gefahren, ihnen beim Einkaufen geholfen und solche Dinge. Ich wollte eben etwas von der Hilfe zurückgeben, die ich selbst bekommen hatte. Doch dann kam der zweite Infarkt. Spätestens jetzt wußte ich, dass ich etwas grundsätzlich in meinem Leben ändern muss.

Was war Ihnen bei diesem Neuanfang wichtig?

Natürlich ging es um ein gesünderes Leben. Damit meine ich aber nicht nur Fragen von Ernährung oder Sport. Es ging und geht mir auch darum, weniger Stress an mich heranzulassen und mein Leben bewusster zu leben.

Die Arbeit in der Pflege ist nicht leicht, weder körperlich noch mental. Wie passte das zu Ihren Vorsätzen?

In meiner ehrenamtlichen Arbeit hatte ich gemerkt, dass mir die Menschen etwas zurückgeben, wenn ich ihnen helfe. In dieser Form hatte ich das in meinen früheren Tätigkeiten nicht erlebt. Ich habe mich dann mit der Mutter meiner Freundin ausgetauscht, die selbst Pflegekräfte ausbildet. So wurde der Gedanke immer konkreter. Als ich dann eine Anzeige von Extra las, kam die Sache ins Rollen.

Natürlich musste ich mich erst in die Arbeit hineinfinden, aber meine Kollegen haben mir da gut geholfen. Heute geht es mir gut. Ich fühle mich wohl in meinem Job. Mir ist nur wichtig, dass ich meine Arbeitszeit mitgestalten kann. Ich muss mir frei nehmen können, wenn ich das brauche. Das klappt bei Extra aber gut.

Wie erleben Sie die Arbeit in wechselnden Einrichtungen?

Ich bin zwar immer wieder woanders eingesetzt, aber doch auch immer wieder in den gleichen Einrichtungen. Und dort betreue ich auch immer wieder die gleichen Leute. Da bauen sich dann oft sehr nette Beziehungen auf und manchmal werde ich schon mit den Worten begrüßt: „Hallo Dieter, schön dass du wieder da bist!“.

Und bei neuen Einrichtungen – wie lernen Sie da Ihr neues Umfeld kennen?

Wir stellen uns da immer gemeinsam bei den Bewohnern vor. Ich unterhalte mich immer etwas mit den Menschen, baue eine Verbindung auf.

Es geht ja nicht darum, in soundsoviel Minuten seinen Job zu machen. Das sind ja Menschen, für die Beziehungen wichtig sind. Stress macht alles kaputt. Das habe ich selbst nur allzu intensiv erleben müssen. Also nehme ich mir die Zeit und spüre, wie dankbar die Bewohner dafür sind.

Vielen Dank für das offene Gespräch!

Bild: Dieter Kükenbrink

 

 

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