Ich schätze es, den Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern

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Er gehört noch zu den jungen Kollegen in unserem Team Pflege. Reich an Lebenserfahrung ist er trotzdem. Bei Extra hat er als Pflegeassistent neue Aufgaben und eine Heimat gefunden. Hier gibt er viel für andere. Im Gespräch mit Extra-Geschäftsführer Sebastian Lazay berichtet er aber auch, wie es ist, einmal selbst Unterstützung zu brauchen.

Sebastian Lazay: Herr Steinmetz, die Arbeit in der Seniorenpflege – so heißt es – ist ein anstrengender Beruf. Körperlich und seelisch. Warum haben Sie diese Arbeit für sich ausgesucht und wie empfinden Sie den Alltag?

Robin Steinmetz: Den Arbeitsplatz Pflege kannte ich schon von meiner Mutter, die hier ebenfalls tätig war. Ich wusste also, was auf mich zukommt. Es ist schon ein harter Job. Das Heben, das Stützen, also das Körperliche, das ist die Belastung. Psychisch schwierig finde ich die Arbeit mit Senioren nicht. Im Demenzbereich sieht das sicher anders aus, aber davon bin ich derzeit nicht betroffen. Ich schätze es in meinem Alltag sehr, Menschen helfen zu können, sie in ihrem Tagesablauf zu unterstützen und ihnen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Wenn sich ein Bewohner persönlich bei mir bedankt, dann berührt mich das richtig.

Und doch haben Sie auch schwerere Aufgaben kennengelernt.

Ja, bei einem anderen Personaldienstleister hatte ich sehr zehrende Einsätze mit einer starken psychischen Belastung. Das machte mir schon zu schaffen. Nach drei Monaten war mir klar, dass ich andere Arbeitsbedingungen suchen musste. Über das Internet bin ich dann auf das Extra Team Pflege gestoßen.

Von unseren Kunden erhalten wir viel positives Feedback zu Ihrer Arbeit.

Das freut mich. Vielleicht liegt das auch daran, dass der Druck von früher heute weg ist. Das ist sehr schön. Es ist einfach ein anderes, entspannteres Arbeiten. Wir sprechen meine Dienste immer sehr gut ab. Ich fühle mich gut vorbereitet und weiss, was mich erwartet, wenn ich in eine neue Einrichtung komme. Oft kehre ich ja auch in mir schon bekannte Häuser zurück. Das ist schon ein gutes Konzept, weil man Bewohner und Kollegen so besser kennenlernt. Mir gefällt es bei Extra einfach sehr gut. Wir haben alle ein persönliches Verhältnis, man kennt sich und erfährt Wertschätzung.

Privat haben Sie gerade eine persönliche Krise hinter sich bringen müssen. Wir haben Sie in dieser Situation als sehr stark kennengelernt. Ihre Arbeit hat nicht gelitten.

Ja, das war schon ein echtes Problem. Seit ich Mitte 2014 aus Schleswig-Holstein nach Hamburg gezogen war, wohnte ich in der Familie eines Freundes. Das lief zunächst sehr gut, aber dann kam es vor zwei Wochen zu einem großen Konflikt und ich verlor von einem Tag auf den anderen meine Wohnung, wusste plötzlich nicht mehr wohin. Ich habe mich dann an Extra gewandt, obwohl das ja eigentlich ein rein privates Problem war. Aber als ich dann Herrn Hansson so mit meinen gepackten Sachen gegenüberstand, war plötzlich alles viel besser. Es tat sich sofort eine Perspektive auf. Frau Dittmer und er haben mir noch am selben Tag ein Appartement im Hamburger Raum organisiert. Das hätte ich alleine nie geschafft, zumal Extra auch noch gleich die Kaution übernommen und die Konditionen geklärt hatte. Herr Hansson hat mir dann noch am Nachmittag geholfen den Stadtteil kennenzulernen. Das war ein total verrückter Tag, der richtig gut endete.

Schön, wenn wir helfen konnten. Ich habe den Eindruck, dass Sie durch diese Krise jetzt erst richtig in Hamburg angekommen sind.

Ich bin ja erst 22 und habe die letzten Jahre nicht wirklich selbstbestimmt leben können. Mir geht es jetzt darum, endlich richtig Fuss zu fassen. Meine schulische Laufbahn war etwas schwierig. Danach war es für mich ein wichtiger Schritt, den Pflegehelferschein mit Zertifikat beim DRK zu machen. In der Pflege möchte ich auf jeden Fall bleiben. Hier habe ich meine berufliche Heimat gefunden. Und auch privat habe ich nach turbulenten Zeiten jetzt das Gefühl, am Anfang eines echten Neuanfangs zu stehen. Ich bin Extra für die Unterstützung sehr dankbar. Eine so unbürokratische und beherzte Unterstützung hätte ich nicht erwartet.

Alles Gute für Ihren weiteren Weg!

Bild: Robin Steinmetz

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Ich schätze es, den Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern

Dieter Kükenbrink: Neue berufliche Heimat in der Pflege gefunden.

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Dieter Kükenbrink hat in seinem Leben selbst mehrfach Hilfe gebraucht. Seine Gesundheit ließ ihn zweimal seinen Beruf aufgeben und zwang ihn dazu, sein Leben ganz neu zu sortieren. Heute arbeitet er im Extra Team Pflege und sagt „Hier kann ich etwas zurückgeben.“

Extra Team Pflege: Herr Kükenbrink, Ihr Weg in die Pflege war sehr ungewöhnlich. Eigentlich hatten Sie mal etwas ganz anderes gelernt.

Dieter Kükenbrink: Ja, eigentlich bin ich Dachdecker. Doch den Beruf musste ich wegen Bandscheibenproblemen aufgeben. Ich habe dann 2000 eine Umschulung zum Hausmeister gemacht und gearbeitet, bis ich meinen ersten Herzinfarkt bekam.

Die Medizin hat mir damals das Leben gerettet. Viele Menschen haben sich fantastisch um mich gekümmert. Danach habe ich ehrenamtlich Leute spazieren gefahren, ihnen beim Einkaufen geholfen und solche Dinge. Ich wollte eben etwas von der Hilfe zurückgeben, die ich selbst bekommen hatte. Doch dann kam der zweite Infarkt. Spätestens jetzt wußte ich, dass ich etwas grundsätzlich in meinem Leben ändern muss.

Was war Ihnen bei diesem Neuanfang wichtig?

Natürlich ging es um ein gesünderes Leben. Damit meine ich aber nicht nur Fragen von Ernährung oder Sport. Es ging und geht mir auch darum, weniger Stress an mich heranzulassen und mein Leben bewusster zu leben.

Die Arbeit in der Pflege ist nicht leicht, weder körperlich noch mental. Wie passte das zu Ihren Vorsätzen?

In meiner ehrenamtlichen Arbeit hatte ich gemerkt, dass mir die Menschen etwas zurückgeben, wenn ich ihnen helfe. In dieser Form hatte ich das in meinen früheren Tätigkeiten nicht erlebt. Ich habe mich dann mit der Mutter meiner Freundin ausgetauscht, die selbst Pflegekräfte ausbildet. So wurde der Gedanke immer konkreter. Als ich dann eine Anzeige von Extra las, kam die Sache ins Rollen.

Natürlich musste ich mich erst in die Arbeit hineinfinden, aber meine Kollegen haben mir da gut geholfen. Heute geht es mir gut. Ich fühle mich wohl in meinem Job. Mir ist nur wichtig, dass ich meine Arbeitszeit mitgestalten kann. Ich muss mir frei nehmen können, wenn ich das brauche. Das klappt bei Extra aber gut.

Wie erleben Sie die Arbeit in wechselnden Einrichtungen?

Ich bin zwar immer wieder woanders eingesetzt, aber doch auch immer wieder in den gleichen Einrichtungen. Und dort betreue ich auch immer wieder die gleichen Leute. Da bauen sich dann oft sehr nette Beziehungen auf und manchmal werde ich schon mit den Worten begrüßt: „Hallo Dieter, schön dass du wieder da bist!“.

Und bei neuen Einrichtungen – wie lernen Sie da Ihr neues Umfeld kennen?

Wir stellen uns da immer gemeinsam bei den Bewohnern vor. Ich unterhalte mich immer etwas mit den Menschen, baue eine Verbindung auf.

Es geht ja nicht darum, in soundsoviel Minuten seinen Job zu machen. Das sind ja Menschen, für die Beziehungen wichtig sind. Stress macht alles kaputt. Das habe ich selbst nur allzu intensiv erleben müssen. Also nehme ich mir die Zeit und spüre, wie dankbar die Bewohner dafür sind.

Vielen Dank für das offene Gespräch!

Bild: Dieter Kükenbrink

 

 

Dieter Kükenbrink: Neue berufliche Heimat in der Pflege gefunden.

Lukasz Bak: Karriere-Einstieg in der Pflege

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Zwischen Abitur und Ausbildungsstart: Lukasz Bak steht ganz am Anfang seiner beruflichen Laufbahn. Er nutzt die Chancen im Extra Team Pflege und hat uns erzählt, wo er herkommt und wo er hinmöchte.

Extra Team Pflege: Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur!

Lukasz Bak: Vielen Dank. Das war ein wichtiger Schritt für mich. Und auch so etwas wie ein Aufbruch. Denn nach dem Abi in Polen lebe ich seit Juni 2014 fest in Deutschland.

Warum haben Sie Polen verlassen?

Viele junge Leute in Polen machen das Abitur, wissen aber nicht, was sie dann tun sollen. Dann studieren sie oft etwas, was sie gar nicht interessiert. Viele Berufe, die in Deutschland über eine Ausbildung vermittelt werden, sind in Polen Studiengänge. Das Risiko ist groß, ein Studium zu machen und dann ohne Job dazustehen. Oder man arbeitet von 9 bis 21 Uhr für zwei Euro pro Stunde. In Deutschland ist das ganz anders, schon die vielen guten Ausbildungsgänge sind einfach toll.

Wissen Sie schon, wie Sie diese Chancen nutzen wollen?

Mein Ziel ist es heute, erst einmal eine Ausbildung zum OP-Krankenpfleger zu machen. Danach könnte ich mir ein Medizinstudium vorstellen.

Derzeit sammeln Sie erste Berufserfahrung im Extra Team Pflege. Wie kam der Kontakt zustande?

Als ich 18 wurde wollte ich meine 2 Wochen Frühlingsferien dazu nutzen, Geld zu verdienen. Meine Schwester arbeitete schon bei Extra in Hamburg. So habe ich einfach mal von Polen aus Kontakt aufgenommen und versucht, einen Job als Pflegehelfer zu bekommen.

Hatten Sie schon Erfahrung in der Pflege?

Ja und nein. Ich hatte zwar etwas Erfahrung durch die Pflege meiner Oma. Das war aber ganz anders. Wir hatten in Polen zum Beispiel überhaupt keine Pflegemittel. Ich habe mich aber in den Einrichtungen immer mit den Azubis und Mentoren ausgetauscht. Die waren alle sehr hilfsbereit.

Mit dem Ferienjob hat es dann offensichtlich geklappt?

Ja, nach den ersten zwei Wochen bin ich danach in den Sommerferien wiedergekommen. Seit dem Abitur bin ich daher jetzt schon zum dritten Mal bei Extra. Für mich ist es heute wichtig, dass ich mitentscheiden kann, wann ich arbeite und wann nicht. Ich habe jetzt einen festen Dienstplan. So kann ich planen und zum Beispiel auch mal wieder eine Woche in Polen sein. Und wenn ich arbeite, kann ich immer wieder viel lernen. Im Moment bereite ich mich auf den ersten Einsatz in der Behindertenhilfe vor. Das wird eine neue, gute Erfahrung. Da freue ich mich drauf!

Vielen Dank Herr Bak und alles Gute für Ihre Karriere.

Bild: Lukasz Bak

 

Lukasz Bak: Karriere-Einstieg in der Pflege